Feuerwehrmann mit Atmeschutzgerät steig in ein Einsatzfahrzeug
Feuerwehrmann mit Atmeschutzgerät steig in ein Einsatzfahrzeug

Zweites Einstiegsamt

Das zweite Einstiegsamt im feuerwehrtechnischen Dienst (früher mittlerer Dienst) ist eine von vielen Möglichkeiten, um im Beruf des Feuerwehrmanns (und nactürlich auch der Feuerwehrfrau) Fuß zu fassen. Aber was bedeutet das genau?

Alles beginnt mit den Voraussetzungen und einer Bewerbung der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt also Einsatzbeamter im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Die Mindesvorrausetzungen für eine Ausbildung bestehen darin, dass:

  • eine gesetzliche Voraussetzung für die Berufung in das Beamtenverhältnis besteht,
  • eine Gesellenprüfung in einem für den feuerwehrtechnischen Dienst geeignetem Beruf mit entsprechendem Abschluss erfolgt ist,
  • ein bestimmtes Alter nicht erreicht ist (je nach Ausschreibung unterschiedlich).

Wenn die Voraussetzungen stimmen, die Bewerbung eingegangen ist und der Einstellungstest erfolgreich war, beginnen die 18 Monate Ausbildung. Start der Ausbildung ist am 1. April oder am 1. Oktober. Innerhalb der 18 Monate Einführungszeit werden verschiedenen Ausbildungsabschnitte durchlaufen, nämlich diese:

  • Grundausbildungslehrgang
  • Ausbildung zum Rettungssanitäter
  • Erwerb des Führerscheins Klassen B, C1, C, (eventuell auch C1E bzw. CE)
  • Wachpraktikum
  • ergänzende Lehrgänge
  • Truppführerlehrgang
  • Laufbahnprüfung

In dieser Zeit werden Kenntnisse und Fähigkeiten für den Alltag als Berufsfeuerwehrmann erlangt. 

Grundausbildungslehrgang

Im Grundausbildungslehrgang werden fachbezogene Grundlagen erworben. Darunter zählen unter anderem:

  • Wissen über Brennen und Löschen
  • Baukunde
  • Rechtliche Grundlagen
  • Grundlagenkenntnisse Strahlenschutz und Umgang mit Gefahrgütern
  • Mechanik & Hydromechanik
  • Wärme- Elektrizitätslehre
  • Fahrzeugkunde
  • Gerätekunde diverser Feuerwehrgerätschaften
  • Befähigung für die Funktionen als Truppmann, Truppführer, Atemschutzgeräteträger, Chemikalienschutzanzugträger, Maschinist, Retter aus Höhen und Tiefen

Ausbildung zum Rettungssanitäter

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter dauert drei Monate. Dabei werden

  • 6 Wochen Lehrgang (Theorie)
  • 2 Wochen Klinikpraktikum und 
  • 4 Wochen Rettungswachenpraktikum
absolviert. Auf diese drei Abschnitte folgt eine Abschlussprüfung.

Wachpraktikum

Während des Wachpraktikums werden Aufgaben im Einsätzdienst des abwehrenden Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung sowie im Rettungsdienstwesen im Schichtdienst wahrgenommen. Mit anderen Worten sind damit Einsätze wie z.B. 

  • diverse Brandereignisse
  • ausgelöste Brandmeldeanlage
  • häusl. Rauchmelder
  • Verkehrsunfälle
  • Türöffnungen
  • Tierrettungen
  • Wasserrettungseinsätze
  • First Responder und 
  • Einsätze im Rahmen des Katastrophenschutz es

abzuarbeiten - natürlich gemeinsam im Team der Feuerwehrkollegen.

Truppführerlehrgang

Der Truppführerlehrgang vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse und Fähigkeiten zum Führen eines Trupps nach Auftrag innerhalb einer Gruppe oder Staffel. 

Einstellungstest

Nachdem Sie sich bei uns für eine Ausbildung im zweiten Einstiegsamt des feuerwehrtechnischen Dienstes beworben haben, steht Ihnen als Erstes der Einstellungstest bevor.

Bei diesem Einstellungstest müssen Sie sich erfolgreich gegen Ihre Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchsetzen, um einen entsprechenden Ausbildungsplatz bei uns zu erhalten.

Für Ihre persönliche Vorbereitung möchten wir Ihnen im Folgenden einige Inhalte hierzu vorstellen.

Teil 1: Schriftlicher Test

Der schriftliche Test besteht aus vier Teilen:

Teil 1 – Allgemeinbildung

Teil 2 – Mathematik

Teil 3 – Deutsch

Teil 4 – Gedächtnis

Teil 2: Sport-Test

Der sportliche Test besteht aus sieben Teilen:

Teil 1 – 200 m Schwimmen

Teil 2 – 15 m weit Tauchen

Teil 3 – 3000-m-Lauf

Teil 4 – Beugehang

Teil 5 – Liegestütze

Teil 6 – Kasten-Bumerang

Teil 7 – Übungspuppe ziehen

Die Bewertung des sportlichen Tests orientiert sich größtenteils an den Regelungen zum Deutschen-Feuerwehr-Fitness-Abzeichen.

Teil 3: Praktischer Test

Der praktische Test besteht aus mehreren Teilen, bei denen Ihr handwerkliches Geschick und Ihre gegebenenfalls notwendige Teamfähigkeit bewertet werden.

Nachdem Sie sich zuletzt bei dem praktischen Test entsprechend beweisen konnten, folgt das Vorstellungsgespräch.

Generell ist zu beachten, dass nach jedem Test die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber entsprechend der erbrachten Leistungen reduziert wird.

Wir möchten Sie abschließend darauf hinweisen, dass für den Einstellungstest die folgenden Artikel mitzuführen sind:

1. Schreibutensilien

2. Sportkleidung (entsprechend den Witterungsverhältnissen)

3. Sportschuhe (für Sport in Sporthallen und für Sport im Freien)

3. Badekleidung inklusive einem entsprechenden Handtuch

4. Duschutensilien

5. Wechselkleidung (für das Vorstellungsgespräch)

Wir freuen uns, Sie bald bei unserem Einstellungstest begrüßen zu dürfen.

  • Skyline von Worms
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